Besondere Aktionen

Zahlreiche Städte engagieren sich mit unterschiedlichsten Aktionen für die Schonung wertvoller natürlicher Ressourcen und die Verwendung von Recyclingpapier. Dazu stellt der Papieratlas ausgewählte Beispiele vor, die als Anregung und Motivation anderer Städte herangezogen werden können.

Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit in den Verwaltungen

Den größten Papierverbrauch verzeichnen Städte in ihren Verwaltungen. Viele Kommunen schulen daher ihre Mitarbeiter zur Papierthematik und den Umweltzeichen. Zum Beispiel machen die Städte Castrop-Rauxel, Erlangen, Herne, Ingolstadt, Kaufbeuren und Mannheim über Rundschreiben oder Schulungen auf die Verwendung von Blauer-Engel-Papier aufmerksam. In den Städten Dortmund, Landau in der Pfalz und München bedarf es einer expliziten Genehmigung für die Beschaffung von Frischfaserpapier. Die Stadt Bremerhaven sensibilisiert alle städtischen Gesellschaften über das Beschaffungsportal für die ausschließliche Nutzung von Recyclingpapier.

Richtlinien und Beschlüsse

Viele Städte erlassen bestimmte Richtlinien und Beschlüsse, um die Recyclingpapierquote in ihrer Kommune zu steigern. Die Städte Potsdam, Darmstadt und Erfurt haben eine Dienstanweisung oder einen Stadtratsbeschluss erlassen, um den Recyclingpapieranteil weiter zu erhöhen. Die Stadt Bremen hat das Angebot von Recyclingpapier im Bestellkatalog erweitert.

Umweltbildung

In Essen wurden in Schulen mit der Aktion „umweltfreundliche Schultasche“ auf die Verwendung von Recyclingpapier hingewiesen. Schulanfänger werden in Osnabrück mit einem Starterpaket Recyclingpapier ausgestattet und es wird ebenfalls in den Schulen Blauer-Engel-Papier zum Verkauf angeboten. Im Rahmen von Schul-AGs und Projekten wurde in der Stadt Solingen ebenfalls Recyclingpapier verkauft. Die Stadt Bonn hat erneut die „Paper-Angels“ gekürt. Im Vorfeld wurden die 5. Klassen aller Schulen aufgerufen, verschiedene Rätsel zu Recyclingpapier zu lösen. Die Stadt Erlangen macht ebenfalls auf das Thema Recyclingpapier mit dem Flyer „Ökologisches Klassenzimmer“ aufmerksam. Mit pädagogischen Angeboten wurden in Freiburger Kindertageseinrichtungen und Schulen Eltern und Kinder zum Herstellungsverfahren von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel informiert. In Mainz, Oldenburg und Remscheid wurden die Schulen durch Rundschreiben zu einer nachhaltigen Beschaffung mit Blauer-Engel-Papier aufgerufen.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Stadt Gütersloh hat den ansässigen Kirchenkreis mit einem Vortrag zum Thema Blauer-Engel-Papier aufgeklärt sowie im Umweltkalender auf den Papieratlas aufmerksam gemacht. Mit einem Infostand im Mainzer Rathaus hat die Verwaltung über Recyclingpapier informiert. Bei öffentlichen Anlässen nutzt der Bürgermeister der Stadt Siegen die Gelegenheit, auf die Vorteile von Recyclingpapier aufmerksam zu machen mit Verweis auf den Sieg als recyclingpapierfreundlichste Stadt 2016. Die Stadt Augsburg stellte Interessierten eine mobile Ausstellung der Arbeitsgruppe „Papierwende“ zu Verfügung, die über die ökologischen Vorteile von Recyclingpapier informiert. In Bayreuth erscheint jährlich eine „Abfallfibel“, die an alle Haushalte verschickt wird und ebenfalls Recyclingpapier thematisiert.

ÖKOPROFIT zur Motivation von öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen

Die Stadt Münster engagiert sich bei diesem Projekt um unter anderem auf die Verwendung von Blauer-Engel-Papier hinzuweisen und hat dazu einen Workshop durchgeführt.