Ökologische Einspareffekte

Die Kommunen haben sich der Nachhaltigkeit verschrieben und setzen auch im Beschaffungswesen auf umweltfreundliche Aspekte. Die Verwendung von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel ist dabei ein einfacher und effizienter Ansatz.

Die Produktion von Recyclingpapier erzielt hohe Einspareffekte[1] bei Wasser, Energie und CO2-Emissionen und trägt so zu einer gesamtökologischen Entlastung bei. Zur Veranschaulichung ein Beispiel: Bei der Herstellung von einem Blatt Recyclingpapier wird im Vergleich zu Frischfaserpapier die Energie eingespart, die für das Kochen einer großen Tasse Kaffee[2] nötig ist.

Seit der ersten Erhebung der Recyclingpapierquoten im Jahr 2008, wurden von den teilnehmenden Städten über 120.000 Tonnen Blauer-Engel-Papier eingesetzt. Im Vergleich zu Frischfaserpapier konnten die Kommunen eine Wassereinsparung von über 3,8 Milliarden Liter Wasser bewirken. Damit könnte knapp ein Drittel der deutschen Bevölkerung seinen Tagesbedarf an Wasser[3] decken. Zusätzlich könnten mit der eingesparten Menge von fast 800 Gigawattstunden etwa 228.000 Drei-Personen-Haushalte[4] für ein Jahr lang versorgt werden. Das entspricht fast der Einwohnerzahl von Frankfurt am Main.

 

[1] Die Berechnungen zu Einspareffekten basieren auf einer Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg: „Ökologischer Vergleich von Büropapieren in Abhängigkeit vom Faserrohstoff“, 2006. Siehe dazu auch Umweltbundesamt: „Ökobilanzen für graphische Papiere“, 2000.

[2] Mit einem Fassungsvermögen von 0,33 Liter.

[3] Ausgehend von einem durchschnittlichen täglichen Wasserverbrauch von 121 Litern pro Kopf (angelehnt an Statistisches Bundesamt: „Wasserstatistik“, 2013)

[4] Ausgehend von einem durchschnittlichen jährlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh pro Drei-Personen-Haushalt (bdew: „Stromverbrauch im Haushalt“, 2013).